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LAUTENDES

[A|K]Leviathan's wunderliches Sortiment exotischer, begriffsbeladener Laute

Also, hier werden die exotischsten Früchte zusammengetragen, die die deutsche Sprache so in all den Jahren der Entwicklung hervorgebracht hat. Es gibt so einige Worte, die bei genauem Hinhören doch gar enorme Mengen amüsanter Energie bein-halten (oha!). Natürlich ist es schwer, diese aus seiner eigenen Muttersprache herauszufiltern, da wir diese gar lustigen Laute schon gewöhnt sind und eher den Begriff als den Laut wahrnehmen. Doch nun sei ein Ende mit dem Begriff, dem Sinn und all dem Scheiss: Wir konzentrieren uns nur auf die Laute und würdigen diese Exoten in dem wunderlichen Sortiment hier.

 

Axt Fast schon lautmalerisch. Man stelle sich einfach das Geräusch vor, wenn man mit der selbigen einen Knochen spaltet. "Axt, Axt. Axt Axt Axt!"
Ballon Wir sprechen hier natürlich nicht vom Ballon, der so ausgesprochen wie geschrieben wird, sondern vom Ball-Ong. Und ein Ball-Ong hat schon was feines für sich (Schön, dass es den Ball gibt, aber die Nicht-Existenz des Ongs betrübt mich schon sehr).
Balz Zur Beschreibung eines wichtigen Verhaltens männlicher Wesen benutzt. Es ist recht primitiv und veraltet und wurde in dem Geiste männlicher Menschen schon längst durch "Ball" verdrängt...
basteln Die verspackte Weichei-Version von 'konstruieren'. Nur Idioten und Kleinkinder sind dazu ausgebildet.
Beil Ein Laut, der seine brutale Bedeutung gar gänzlich verbirgt und verschleiert (Anm.: Politiker schätzen solche Worte ganz besonders. Da wird dann aus dem Axt-Mord doch schnell mal eine Beil-Erlegung...).
Beton Erst seicht und ungewiss, dann kurz und hart, wie ein Aufschlag auf selbigen nach einem freien Fall aus 1000m Höhe. (von [A|K]Staatsfeind)
Bock Kurz und prägnant.
Boje Das fette, grellfarbige, taumelnde Ding.
Bolzen Roh, grob und stur. Ein Bolzen.
borgen Dunkel und rundlich abgeschlossen. Da überlegt man es sich doch zweimal, ob man jemandem etwas borgt, das man auch in dem selben Zustand wiederbekommen möchte – "Hey, was ist mit den CDs die du dir letzte Woche von mir ausgeborgt hast? " "Hrrr, nun ist es leider zu spät, denn die hab ich nun sicher vor dir verborgen…"
Borke Das ist quasi die "Kruste" im 2. Level mit leichtem Anklang an den allseits beliebten "Schorf". Richtig dick und hässlich hört es sich an!
Borsten Das natürliche Haarkleid in seiner fettesten und stachlig-stabilsten Form. Eignen sich eindeutig nicht zum Kuscheln (und befinden sich eindeutig nicht auf meinem Kopf!!!).
buhlen Ich kann mir keinen anderen Laut für niederträchtiges Rumschleimen und Anbaggern vorstellen. Ein Vergleich zum "suhlen" ist ziemlich naheliegend…
Brezel Artikuliert und zugleich von grober Gemeinheit. Hört sich nicht gerade nach etwas an, das außerhalb des Krieges verwendet wird. Es ist die Backware des Todes.
Brocken Kraftvoll, kantig und grob. Ein Brocken halt.
Brunft Welch gutturaler Laut!
derb Ich weiss ja nicht, wie es euch dabei geht, aber dieser Laut passt meiner Meinung nach perfekt zu seinem Begriff.
Drüse Langsam und bedeutungsvoll ausgesprochen grenzt es fast schon an Musik.
dümpeln Sowas tut man, wenn man dümmlich und untätig abschimmelt und dabei torkelnde und schwankende Bewegungen vollbringt. Bojen haben diesen Ausdruck erfunden, als sie mal wieder nichts zu tun hatten.
Eiter Steht vielleicht in gewisser Verbindung zum Ei (obwohl man zum Wohle des Genusses beim Verzehr eines weichgekochten Eies besser nicht an Eiter denkt). Mich persönlich beeindruckt dieser klingende Laut an sich schon ziemlich (Bah, Aitah!).
Euter Dieser seltsam klingende, gar unirdische Laut untermauert meine unglaublich intellektuell fundierte Theorie über die wahre Herkunft der Kühe. Naja, höchstwahrscheinlich wird mir diese Theorie eh keiner glauben, da ihr durch den Genuss von Kuhmilch sowieso schon den Schleuderwaschgang für euer Gehirn eingestellt habt. Diese verflixt schlauen Marsmenschen (die nicht vom Mars kommen und nicht wie Menschen aussehen) haben sich mit der Erfindung der Kuh das absolut todsicherste Invasionsprinzip einfallen lassen. Ihr werdet schon sehen! Mit einer extrem handlichen Lupe habe ich nämlich auf entferntesten Planeten überall Kühe gefunden!!! Wie wollt ihr euch das bloß erklären, hmmm?
Flaum Mmmmmhh, so kuschelig weich!
flauschig Sooo weich!
fletschen Hierbei fallen mir eher Dinge wie 'feuchte Aussprache' und 'Speichel' als irgendwelche gefährlichen Tiere im Angriffsmodus ein...
flutschen Ich bin mir nicht sicher ob es wirklich in einem Wörterbuch zu finden ist, aber nun ist es zu spät.
Fransen Erinnert mich persönlich direkt an Pansen, und die sind nun wirklich dull.
Fratze Das hört sich schon potthässlich an. - "Na, da hat Gott dir aber mal so richtig was zum reinhauen gegeben, wa Junge?"
Gamasche Damit kann man fein durch die Gegend latschen...
Garn Mit rollendem "R" ausgesprochen wirkt dieses Wort schon fast furchteinflössend. Warum dieser Laut zu diesem banalen Begriff gefunden hat, erklärt sich vielleicht wie folgt: Damals hatten Ughmorpa und Zuggmadda (ferne und späte Verwandte von Ugh und Zugg) echt die Schnauze voll von Bekleidung, die aus über die Schultern gehängten Fellen und zwischen die Arschbacken geklemmten Laub bestand. Sie nahmen sich vor, trotz der vehementesten Anti-Fortschritts-Bemühungen in der Gesellschaft (denn der Homo Erectus war der festen Meinung, dass er mit der Reduktion von vier auf zwei Beinen schon ne ziemlich verwegene Neuerung hinter sich hätte und weitere Neuerungen zum unweigerlichem Absturz und starken Schmerzen im Gesicht führen würden...) die Kleidungs-Branche zu revolutionieren. Sodenn wagten sie sich in eine ziemlich finstere Höhle (die sich im nachhinein als Zuggs einstige Behausung herausstellte) und fingen an, Borsten und Haare zu länglichen Teilen zu verzwirbeln, mit denen man Laub an Kleidung und Kleidung an den Körper nähen könnte. Als sie nun ihr geheimes Werk bewunderten und sich mit einem dümmlich-stolzen Grinsen in die Augen sahen, stießen beide nahezu gleichzeitig den Laut "Garrrrrn" aus. Tja, so war’s ganz bestimmt.
Gemächt Unmissverständlich das Zentrum der Macht und Zeichen für die Dominanz der aufrechtpillernden Mit-Glieder. Für rebellische Schläge und herzhafte Knuffe in selbiges wird keinerlei Toleranz gewährt...
glitschig "Glitsch" ist wohl ein Geräusch, das nur eine betretene Bananenschale von sich geben kann...
Gondel Irgendwie impliziert dieser Laut schon diese rumwankenden und schwankenden Bewegungen, die garantiert zu Übelkeit führen. In eine Gondel steigt man generell nur, wenn einem das Mittagessen eh nicht so gut gemundet hat...
Granulat Distinguiert und wohl artikuliert. Trotzdem ist dieser Laut irgendwie guttural (vielleicht wegen dem "G", dem "R" und dem "L"). Granulat ist eben doch nur so’n komisches Klumpstreu.
Gruft Diesen abfälligen Laut gab Ugh von sich, als er vor Zuggs Behausung stand, die sich tragischerweise und bedingt durch eine mortale Konzentration von Methan und Kohlenstoffdioxid vom "Pfuhl" in einen Ort des Todes verwandelt hatte.
Gurt Dat Dingens schlingt man sich fest um den Leib, damit die Hose gu(r)t hängen bleibt.
hangeln Wenn man sich unfähigerweise des Kletterns an einem Seil/Strick/Schlauch/Strang betätigt, dann tut man selbiges. Affen hangeln die meiste Zeit.
Harm Ein wirklich seltsamer Laut. Wirklich schlimm daran ist, dass er auch als amerikanischer Männername genutzt wird (und das, obwohl "harm" da so ziemlich das selbe bedeutet. - "Guten Tag, mein Name ist Dr. Schmerz Müller. Ich bin heute ihr behandelnder Arzt...")
Haxe Ein Körperteil eines Tieres das zwecks Weiterverarbeitung zum Nahrungsmittel vom dazugehörigen Tier abgehaxt werden muss.
Hieb Ein unangenehm quiekender Laut der abrupt durch ein "B" abgeschnitten wird. Kurz und unangenehm - eben ganz der Hieb.
Hirn Denn es ist nicht nur grau sondern auch matschig. Im Mund muss man eine mittelschwere Verrenkung machen, um diesen Laut artgerecht zu produzieren (Vorsicht: Nicht die Zunge verschlucken!).
Jacke Ich kann mich nicht dagegen erwehren, diesem Laut eher dümmlich-primitive Attribute zu verleihen (Lala-Lalala, nur Spacken tragen Jacken!).
hurtig Dieser Laut hört sich nicht nach etwas besonders flinkem oder schnellem an. - "Hey Kitt, wir müssen dieses Auto da verflixt schnell verfolgen!" "Kein Problem Michael, ich schalte einfach mal den Hurtig-Modus ein, wenn’s dir nichts ausmacht."
Käse Wenn Worte nach etwas riechen könnten...
Kloake Daraus geht ein exquisit definiertes Schönheitsempfinden hervor...
Kloß Eine, immer zu große, Quantität klebrig-matschiger Masse, die einem prima im Halse stecken bleiben kann.
Klumpen Ein eindeutiger Konkurrent zum Brocken, mit dem Unterschied, dass der Klumpen eher weiche Materialien beschreibt und einen unförmigeren Charakter besitzt. Man kann halbfeste Materialien übrigens durch kinetische Krafteinwirkungen in "Klumpatsch" verwandeln.
knarzen Wenn Warzen knorrig wären, dann würden sie wohl knarzen…
Knäuel Irgendwie zurückgeblieben und trotzdem niedlich.
Knie Ein eigenartiges Wort, für das sich niemand ein richtiges Plural ausgedacht hat. Zudem hört es sich gar unangenehm an, wenn man sich darüber unterhält: "Knie dich auf deine Knie! Verdammt, beim Hinknien kniet man sich nicht nur auf ein Knie sonder auf beide Knie! Jawoll, kniend gefällst du mir viel besser..."
Knilch Wenn ein Wicht sich als Feigling und peinlicher Taugenichts beweist, dann kann er zum Knilch befördert werden.
knorrig Diesen Laut kann ich mir kaum erklären. Meine Assoziationen gehen so in Richtung Knochen und Zweig. Meiner Meinung nach hat dieser Laut irgendwie etwas von Missbildungen und natürlichen Verunstaltungen und ist eindeutig etwas, mit dem man niemals das Gesicht seiner Freundin (in ihrer Anwesenheit) beschreiben sollte…
Korken Eigentlich nicht schlecht. Wäre als Verb der Abräumer - "Hey, Jungs, ich korke mal eben ne Runde. Na was ist, korkt ihr mit?"
Latz Einsilbig und von niedrigem Niveau (es bedient sich dem bekannten "tz") wird es zur abwertenden Beschreibung eines Gesichts (nicht ganz so abwertent wie "Fratze") verwendet. Was das jetzt genau mit einer Hose zu tun hat, konnte ich noch nicht entschlüsseln.
metzgern Irgendwie hart (metz) und weich und gütig (gern) zugleich, einfach schön.
Mulch Wenn ich nach dem Laut gehe, würde ich doch glatt vermuten, so ein im Garten verteilter Sack Mulch schafft ein neues Moor.
Mütze Eine der ersten Strickwaren. Recht primitiv und leicht herzustellen war es anfänglich ein Bekleidungsstück das ausschliesslich für Männer produziert wurde und diente der wärmung kälteempfindlicher Körperteile (kälteemfindlicher als der Kopf). Daraus ergab sich für junge Höhlenmenschen die Gelegenheit ihren balzbedingten Konkurrenzkampf auch in kalten Wintermonaten und selbst durch schlimmste Eiszeiten hinaus weiterzubetreiben. Später setzte sich einer dieser (relativ gesehen verdammt primitiven) Höhlenmenschen seine Mütze im Angesicht schwindender Haarpracht auf den Kopf.
Napf Fast schon infantil. Sowas kann man auch nur für banale Dinge zur Nahrungsaufnahme verwenden.
Noppe Ja, dieses Wort wird zumindest als Adjektiv (genoppt) benutzt.
Pflock Ein Kurzes "Pflock" und schon steckt er.
Pforte Durch diese muss man schreiten um zum heiligen Forz zu gelangen.
Pfuhl Dieser Laut ist sowas von primitiv. Damals, in der dunklen Anfangszeit des Menschen begab es sich, dass Ugh, ein urzeitlicher Revoluzzer mit großen verbalen Ambitionen, seinen total zugesifften Horden-Nachbar Zugg in seiner Höhle besuchte. Als Ugh, bis zu den Knien in fäkalgewürztem Morast steckend, sich mal wieder über die verdammt unzureichende Hygiene aufregte und stammelnd und grunzend nach einem Wort suchte, mit dem er seinem Unmut über die Wohnverhältnisse seines Kumpels Luft machen könnte, sprang ihm dieser eine Laut in den primitiven Knoten von Hirn: "PFUHL!" war es, und er brüllte es wild wie eine besenkte Sau, bis ihm Zugg dann genervt mit einem Knüppel auf den Schädel hämmerte. Ugh ging damit das neue Wort zusammen mit einem Großteil seines 'Intellekts' verloren, doch das Wort hatte sich mit seiner Griffigkeit und simplen Aussprache schon tief in den Schädel von Zugg eingebrannt, sodass er fortan mit leichtem Stolz seine Behausung als "Pfuhl" bezeichnete.
Pille Seit es Viagra gibt vermute ich langsam eine gewisse Verbindung zwischen "Pille" und "Pillemann"…
Popel Ein wahrscheinlich schmakofaziger Wegbegleiter und von Extremüberlebenden als fettfreies Nahrungsmittel hoch geschätzt. Dieses Wort gibt es so wahrscheinlich nicht im Duden aber es besitzt trotzdem seine Geltung, da ich mir kaum ein anderes, fachlicheres Wort für diesen Begriff erdenken kann (Nasenausflussverdichtung? Semi-dehydrierte Nasenschleimablagerung?).
Propfen Verwand mit dem "Stopfen" und eindeutig etwas, was man woanders rein steckt, damit es einigermaßen dicht wird. Man kann es höchstwahrscheinlich auch schön daran rupfen.
Pulk Nach "Horde" und "Rotte" wohl das primitivste Wort für eine Ansammlung von Menschen. Wenn sich die Polizei bei einer Demonstration einem Pulk Menschen gegenübersieht, ist jegliche Hoffnung auf distinguierte Kommunikation für den Arsch.
Pustel Im Grunde genommen ist dies auch ein Pickel, aber es gibt zwischen beidem einen fundamentalen Definitionsunterschied: Eine Pustel ist ein Pickel, der seinen Inhalt beim Ausdrücken auf den Spiegel pustet.
ranzig So wird ein Butterbrot beschrieben, welches sich schon seit Wochen in einem Ranzen befindet.
röcheln Auch wenn meine Gedanken bei diesem Laut eher in Richtung “Geruch“ abschweifen bin ich der klaren Meinung, dass man Erstickungslaute kaum idealer beschreiben könnte.
rupfen Die gemeinere, aber etwas weniger harte Version vom "reissen".
Rüssel Ein absurder Laut für eine bizarre Laune der Natur (ich glaube, es war eine bizarre und ziemlich schlechte Laune, denn damit hat die Natur einigen Tieren so richtig gezeigt, wer hier der Boss ist...).
Saft Fast das gleiche wie bei der Axt, man stelle sich nur vor, wie man eine halbe Zitrone in der Hand hält, diese langsam zerquetscht und dabei freudig-erregt-wütend "Saft!" brüllt.
Schand So wurde früher wohl eine Hand bezeichnet, die eine Ladung dreckigen Müll umklammert.
schäbig Was diesen Laut noch an Qualität gewinnen lässt, ist der Umstand, dass "schäbig" hierzulande eher als "schäbbig" ausgesprochen wird. Allerdings wäre ich nun wirklich sehr viel glücklicher mit einem Substantiv dieses Wortes. Man stelle es sich nur vor: Der "Schäbb". Einfach herrlich...
Schärpe Ich frag mich wirklich, wie dieser laut irgendwas mit Ehre zu tun haben kann. Nun gut, das "R" gibt dem ganzen eine gewisse Portion Anstand, aber meine Assoziationen driften doch etwas zu stark in die Richtung von "schäbig" und "Schand" ab.
schief Der Laut passt gut zum Begriff und drückt eindeutig aus (unangenehmes Quieken), dass etwas Schiefes bei uns nicht besonders hoch im Kurs steht und ganz bestimmt nich in irgendeine Ordnung reinpasst (nicht besonders harmonisch, dieses Quieken).
Schimmel Dem "Schimmer" nicht so ganz unähnlich aber doch von ganz anderer Bedeutung (Hey, was ist eigentlich mit dem verwandten P-Wort?).
Schlamm Hört sich in seiner eigenartigen Unfertigkeit gar wunderbar an. Hier haben wir einen Laut, den man mit nur einer Mundbewegung produzieren kann. Geht einem frappierend einfach von der Zunge (der Schlamm gehört da eben nicht hin).
Schlauch Hört sich rundlich, hohl und irgendwie nach einem Gemüse an. "Mjam, heute gibts wohl wieder Schlauch zum Mittagessen. Ich mag meinen am liebsten zäh und gummiert!"
Schlinge Schön, schön, schön. Erinnert an wundervoll anzuhörende Laute wie Klinge(l), singen und andere Dinge.
Schlund Eine andere Bedeutung als die eines schleimigen Rachens ist kaum denkbar.
Schmalz Rangiert auch so im Bereich von "Schmand" und "Schmutz", wird allerdings viel dicker aufgetragen (Assoziation: Walze).
Schmand So ungefähr aus der selben Wortfamilie wie "Schlamm" und "Schmutz". Eben irgend so ein matschiges Zeug, was unerwünschterweise am Rand von irgendeiner Art Saft rumschwimmt. - "Hey, ich hab hier Schmand am Rand!"
schmatzen Wenn man Matsch in der offenen Fraßöffnung seiner Fratze zermatscht, dann tut man selbiges.
Schmutz Ich weiss nicht, ob ich diesen Laut nur vom Begriff verschleiert so sympathisch finde. Allerdings ist das "T" absolut überflüssig.
Schnauze Der Laut lässt darauf schließen, dass das verkörperte Objekt zur Produktion einiger recht schöner Grunzlaute fähig ist.
Schnorchel Der Schnorchel ist sozusagen die pervertierte Variante der Nase und weniger zum Atmen als vielmehr zum Röcheln geeignet.
Schorf Wenn man diesen etwas ekligen Laut aufnimmt und dann rückwärts abspielt, wird einem die Identität von Satans liebstem Tier offenbart.
Schrubber Schön lautmalerisch. Hört sich eindeutig nach rauem Material an, welches sich an etwas anderem reibt.
schrumpeln Dies beschreibt den Prozess des Zerklüften weicheren Materials. Wenn es härter wäre, würde es wohl eher rumpeln.
schrumpfen Ich finde dieses Wort irgendwie lautmalerisch, obwohl ich nicht genau weiß, wie sich so ein Schrumpf-Vorgang eigentlich genau anhört...
Speisen Das Wort war zumindest im besoffenem Zustand reinste Comedy.
Spule Da fällt mir nichts zu ein. Hört sich aber ganz gut an.
stammeln Selbiges zeugt nich gerade von hoher Wortgewandheit und hat seinen Ursprung wahrscheinlich im Jargon der Holzfäller. Holzfäller arbeiten weitab von der Gesellschaft und pflegen daher das soziale Werkzeug der Sprache nicht besonders. Vergleiche wie "Seine Zunge ist so flink wie nen Baumstamm!" und "An dem Stamm da sägt er doch nur rum, da er ihn um seine Eloquenz beneidet." erklären den Rest. Beim Stammeln poltern die Worte eben recht hölzern aus dem Mundwerk (das höchstwahrscheinlich eh in einem Holzkopf installiert ist).
suhlen Grunz!
Sumpf Genau dieses Geräusch begleitet jegliche (erfolgsfreien) Befreiungsversuche aus selbigem...
stampfen Wieder ein sehr schönes, lautmalerisches Wort.
stramm Allein der Laut genügt. Jeder weiß, worum es geht...
Strang Wenn sich das mal nicht nach einem sehr stabilen und verlässlichen Juteseil anhört, dann... hört es sich nach etwas irgendwie langem und festem an - Ganz klar.
Strick So etwas strickt man sich zum Selbstmord.
Stulpen Zum Drüberstülpen.
stülpen Hört sich irgendwie nach Vakuum an.
Talg Ähnlich dem Kalk handelt es sich hierbei auch um eine unerwünschte Ablagerung. Allerdings klingt dieser Laut viel weicher und organischer - eben viel mehr nach der, durch Drüsen der Haut ausgeschiedenen, fettigen Substanz.
Trog Und ich dachte "Napf" wäre primitiv, aber dies ist primitiv und besitzt zugleich auch eine gewisse träge Stumpfsinnigkeit.
Truhe Dunkel, muffig und mit einem Hauch von Geheimnis. Macht gespannt auf den Inhalt.
Ungulaten Nein, kein primitives und brutales nordasiatisches Volk, sondern der Fachausdruck für Paarhufer. Tja, auch die Wissenschaft hat Gefallen an diesen schnotzigen Lauten.
Walze Dieser Begriff leiht sich quasi einen Wal aus um sich mehr zermalmendes Gewicht zu verleihen...
Wanst Herrlich, einfach herrlich. Klingt wunderbar!
Warze Eklig und zugleich von latenter Gemeinheit. Versucht einmal, diesen Laut mit dem Begriff 'Engel' oder 'Schönheit' zu verknüpfen...
Wicht Als selbiger ist man sehr wichtig.
wickeln Ein gar seltsamer Laut für sehr unterschiedliche Dinge, die allerdings alle eines gemeinsam haben: Sie sind alle ziemlich vertrackt (Babys wickeln, Nahrung in Frischhaltefolie einwickeln, düstere Mafiageschäfte oder auch flauschige Wolle abwickeln, usw.)
Wolle Flauschig weich wie Watte repräsentiert dieser Laut nur allzu gut seine Bedeutung. Zudem besitzt dieses Wort mit seiner Einfachheit einen nicht zu unterschätzenden Wert, wenn es darum geht, ausländische Textilhändler für den deutschen Markt auszubilden. Bringt man besagtem Textilhändler nun das Wort "Wolle" bei (was nun wirklich nicht allzu lange dauern dürfte) und stellt selbigen auf den Markt, so ist das korrekte Anpreisen seiner Ware schon ermöglicht: "Wolle Wolle? Wolle Wolle? Wolle Wolle?..."
Wucht Hört sich fast wie ein Windstoß an. "Wucht, wuuuuucht, WUCHT!" - Mannomann, Jungejunge, heut is aba ganschön stümisch, wat?
Wulst Der Wurst sehr ähnlich, allerdings durch ein "L" verfeinert. Das "R" kann man schön rollen, aber das "L" hat mehr Schmelz.
Wurst Muss ich doch nichts mehr zu sagen, oder? Ein typisch deutscher Evergreen.
Wurzel Man kann heraushören, dass es eher unterirdisch veranlagt ist. Zudem schwingt ein Hauch von Gemeinheit mit (Jeder weiß, dass Wurzeln extrem schadenfroh sind und äußerst gern mal Wanderer und Läufer ins Verderben stolpern lassen).
Wust Wird "Wuuust" ausgesprochen. Ist wohl die ungeordnete Version vom Bündel/Knäuel.
würgen "Würg, Ürg, Ürg... ürg, ürg, ürg, rrrrgg." - Schön!
Würze Sehr ähnlich dem Begriff für raumluft-würzende, organische Gasausstöße.
Zapfen Damit assoziiere ich irgendwie rein automatisch Saft und Napf - Nein, das kann ich nicht weiter erklären…
zischen Dies ist nun wirklich absolut reine Lautmalerei!
Zitze/Ritze Dies ist so ein Laut, der sich so gar nicht flüstern lässt, obwohl es sich dabei doch eher um obszöne Begriffe handelt. Das ist mal ne richtig dulle verbale Erfindung.
zwirbeln Diese Mischung aus Zwiebel und wirbeln beschreibt sehr gut die damit verbundene Tätigkeit: Man nehme mehrere minderwertige Fasern, ordne sie im Zwiebelschalenform an und wirble sie umeinander.

Gibt es einen Laut, über dessen begriffsbeladene Bedeutung du schon dein ganzes Leben erfolglos nachgrübelst? Dann her damit! Schick ihn direkt an den Vollspacken Leviathan und er wird diesen Laut für dich anal-ysieren. Schreib an wSebL@ArschkeKse.de!

©2010 by [A|K]Staatsfeind